Georges Aperghis
Dienstag 23. März 2010 | 19.00 UhrGeorges Aperghis, geboren 1945 in Athen, lebt seit 1963 in Paris. Der Sohn eines Bildhauers und einer Malerin kam über autodidaktische Studien zur Musik. Er teilt sein Leben zwischen seiner rein kompositorischen Arbeit und dem „théâtre musical“, als dessen aktivster Vertreter er gilt. 1976 gründete er das Atelier Théâtre et Musique (ATEM), das seit 1991 in Bagnolet am Théâtre Nanterre-Amendiers beheimatet ist. In ständiger Zusammenarbeit mit Musikern und Schauspielern entwickelt er hier szenische Spiele, die vom Alltagsleben, von sozialen Fakten, in poetische – oft satyrische oder absurde Welten transportiert sind. Daneben aber blieb er der Kammer- und Orchestermusik treu. Er komponierte eine Reihe von Werken für Instrumente oder Stimme allein, meist für Interpreten, die ihm nahe stehen. Oft fließen auch in diese Stücke theatralische Momente ein. Er erhielt u.a. 1998 den Grand Prix National de la Musique. Zu seinen Werken zählen: Die Hamletmaschine – Oratorio (2000), Dark Side für Mezzosopran und 18 Musiker (2003), Wölfli Cantata für Soli und Chor (2006), Contretemps für Sopran und Ensemble (2005), Zeugen (Musiktheater 2006–07).
